Corcaigh

Sure, a little bit of heaven Fell from the sky one day And nestled in the ocean On a spot so far away, And when the angels found it Sure it looked so sweet and fair They said, "suppose we leave it, For it looks so peaceful there." So they sprinkled it with stardust, Just to make the shamrocks grow, 'tis the only place you'll find them, No matter where you go. Then they dotted it with silver, To make its lakes so grand, And when they had it finished They called it IRELAND. :)

04 November 2006

I(h)rland - Meinland, Teil 1


Nach langer Blog- und E-Mail-Vernachlässigung folgt jetzt ein Mit-dem-Mietauto-durch-Irland-fahren-Reisebericht:
Von Freitag (27.10.) bis letzten Donnerstag haben wir uns ein Auto ausgeliehn. Am Freitag haben wir (nach ein bisschen mit dem Auto in der Stadt Herumirren) einen Kurzausflug ins Hafenstädtchen Cobh (bh = v) gemacht, wo's sehr nebelig-nieselig war. War aber trotzdem nett.
Am Samstag sind wir dann zur "Irlanderkundungsreise" aufgebrochen. Unser erstes Ziel war mein Lieblingsplatz in Irland (inzwischen hat dieser Lieblingsplatz schon ernsthafte Konkurrenz bekommen): Gougane Barra, wo ich vor ein paar Wochen mit dem Mountaineering Club war. Unterwegs sind wir bei einer Art Stausee ausgestiegen - sehr schön und geheimnisvoll:


Preisfrage: was ist das, was da aus dem Wasser herausragt?


Nach ein bisschen Rätseln, Spazieren und Fischer fragen sind wir weiter gefahren und haben den Gougane Barra Forest Park tatsächlich ohne uns allzusehr zu verfahren gefunden (man bedenke: ich war der Navigator...). Es war wieder so schön ruhig - nicht nur still, sondern ruhig. Weil's viel geregnet hat, waren im Hintergrund Wasserfälle zu sehen und zu hören.



Kirche auf der Halbinsel im See von Gougane Barra

Wir sind ein bisschen weiter hinein in den Wald gefahren und haben gejausnet (ja, gejausnet: Salami und Emmentaler und hartgekochte Eier... mmh!). Dann sind wir über den weichen Waldboden gegangen, zwischen bemoosten Bäumen und kleinen Bächen - ich glaub, ich hab ein paar Kobolde und Feen gesehen...


Hobbitbäume

Clemens und unser Auto in Gougane Barra

Danach sind wir in Richtung Ring of Kerry aufgebrochen (dickster Finger links unten). Eine lustige Begegnung unterwegs:

sheepsheepsheep

Leider war es recht nebelig - die Aussicht war also nicht immer vorhanden :) aber wenn sie da war, dann war sie schön. Am Weg "durch die Berge" sind wir einem Schäfer (nicht Hund, nur Schäfer - wie Stermann und Grissemann sagen würden) begegnet, der uns gleich angehalten und herzlich begrüßt hat. Wir sind ein bisschen herumgewandert, aber es war schon recht spät und der Berg wieder ein Spongeberg, also ist es wirklich bei ein bisschen geblieben. Dafür haben wir dann kurz nachdem wir ins County Kerry "eingefahren" waren diesen schönen Blick gehabt (und in Wirklichkeit ist das alles eben noch mindestens zweimal so schön - vor allem: so ruhig!):

Blick nach links. So schön grün.

Blick nach rechts - ein See mit vielen kleinen Inseln drauf.

Kurz danach haben wir dann zum ersten Mal auf unserer Irlanderkundungsreise das Meer gesehen:

Das Meer

Übernachtet haben wir in einem Bed&Breakfast in Waterville, einem kleinen Dorf mit Hotel, B&Bs und Pubs - in einem Pub haben wir dann Barfood (also ungesund) gegessen und ein Murphy's getrunken. Wir sind auch noch am Meer spazieren gegangen und haben den Steinen zugehört, die mit den Wellen mit zurück ins Meer gerollt sind.
Von Samstag auf Sonntag war Zeitverschiebung (ja, auch in Irland). Also haben wir das ausgenutzt und unser Frühstück für 8 Uhr neuer Zeit bestellt - was dann auch ein bisschen Verwirrung ausgelöst hat mit "wie spät ist das dann nach alter Zeit"... Wir haben aber unser Full Irish Breakfast gespeist, während die zwei Kinder des Hauses ein lustiges Versteckspiel gespielt haben, bei dem sich der kleinere immer unterm gleichen Tisch versteckt hat und der andere ihn jedes Mal gefunden hat. Dann sind wir noch einmal kurz am Meer entlang spaziert, sind dann aber bald weitergefahren. Allerdings auch bald wieder stehngeblieben, weil wir einen viel schöneren Strand entdeckt haben (also, eigentlich haben wir die falsche Straße genommen, aber solang's uns zu so schönen Plätzen führt...). Es war so schön und so sandig, dass die Füße unbeingt aus den Schuhen wollten - sie sind dann zwar den ganzen Tag nicht mehr so richtig warm geworden, aber schön war's trotzdem.


Meer, Steine, Clemens

Spuren im Sand

Von diesem Strand aus sind wir dann weiter den Ring of Kerry abgefahren. Next stop: bei Ross Behy (für alle, die jetzt mit einer Irlandkarte vorm Computer sitzen). Das ist sozusagen an der Nordküste vom "dicken Finger", wo wiederum ein dünner Finger vom großen Finger weggeht - und von der nächsten (nördlicheren) Halbinsel (= Dingle) geht ein bisschen weiter östlich auch ein "Finger" nach unten weg (Inch Point). Und man sieht vom einen Finger zum andern Finger - das haben wir allerdings erst so richtig bemerkt, als wir schon auf Dingle auf eben diesem anderen Finger waren und den gegenüberliegenden Finger wiedererkannt haben. FingerFingerFinger. Auf jeden Fall war's windig. Es waren einige Leute im (kalten) Wasser - bis auf eine ganz hartgesottene nur mit einem Badeanzug bekleidete Frau waren aber alle gut in Neoprenanzügen verpackt.



Blick auf den Inch Point-Finger. Und mit viel Phantasie kann man rechts im Hintergrund den Ross Behy-Finger entdecken (vor den dunklen Hügeln).


Dort sind wir auch ein bisschen in den Hügeln über Inch Point herumgewandert - sehr schöne Aussicht! Dann sind wir weiter gefahren in den Ort Dingle und haben nach nicht allzu teurer Accommodation Ausschau gehalten - es war Bank Holiday Weekend, das heißt der Montag war frei, so etwas wie Staatsfeiertag, nur ohne besonderen Grund. Und das heißt tatsächlich so, weil an diesen Tagen alle Banken zu sind - Bank Holiday, eben. Deshalb waren die ganzen B&Bs noch teurer als sonst - 38 Euro pro Person war glaub ich das billigste Angebot. Wir sind auch bei einem Hotel vorbeigekommen und haben uns gedacht, dass wir da ja auch einmal fragen könnten - hm, 60 Euro, also: nein, danke. Eine sehr nette B&B-Frau hat uns aber den Weg zu einer Art Jugendherberge gezeigt - 35 Euro für beide zusammen, dafür halt kein Frühstück, aber (noch besser): Küche, die man verwenden kann. Zuerst wollten wir noch den westlichsten Teil der Dingle-Halbinsel erkunden, aber dann war es ganz einfach zu nebelig und schon beim dunkel werden, also sind wir wieder zurück nach Dingle. Am Abend sind wir ein bisschen durch die "Stadt" spaziert und dann noch ins Pub - mit Traditional Music.


unser irisches Wort für heute: Ceol (= Musik)


Der nächste Tag war zwar nicht weniger nebelig, aber dafür hat's ein bisschen mehr geregnet. Also: schönstes irisches Wetter mit lustigen irischen Möwen am Straßenrand. Wir sind den Slea Head Drive entlang gefahren. Sozusagen gegenüber von der Great Blasket Island gibt es auch wieder einen Mini-Finger. Dort ist es sehr schön. Und am Montag war es dort sehr nass und windig. Wir haben uns trotzdem hinausgekämpft. Und es war sogar lustig.



Beach at Slea Head

Juhu, ich kann mich zurücklehnen und der Wind fängt mich auf.

Danach waren wir so richtig schön nass - ein Hoch auf unser Auto mit Heizung :)

Kurze "so far"-Zusammenfassung: Irland ist wirklich schön - und es gibt auch wirklich so viele Schafe...
Mehr Bilder will mein Blog heute nicht mehr. Und ich werd schön langsam auch müde. Ich hab mir in den letzten Tagen schon ein bisschen Gedanken gemacht, wie das dann sein wird, wenn der Clemens wieder weg ist - weil ich die letzten 10 Tage eigentlich nur mit ihm zusammen war und alle irischen bzw. temporär-irischen Freunde ganz vernachlässigt habe... Aber heute ist dann ein SMS mit Dinner-Einladung gekommen, also: Iren vergessen nicht. Es war sehr net, angenehm entspannt, lustig und das Essen wieder einmal sehr gut - schön langsam wachse ich wieder in meine Australienfigur :) (nicht dass sich dann wieder alle erschrecken...)

Morgen (also eigentlich heute) gibt's dann Reisebericht Teil 2.
Gute Nacht!

2 Comments:

At 4:24 am, Anonymous Anonymous said...

Hallihallo liebe Nachbarin!

Also zuerst einmal freu ich mich riesig, wieder was aus Irland niesen zu hören... Aber ich hab ja fast vermutet, dass ich mich nur gedulden brauch, bis dein significant other sich wieder ver-irt hat. (Haha, bin ich heut wieder witzig... Aber das liegt vielleicht daran, dass meine Stimmung grad super is, weil ich wieder mal ein 2-Stunden-Australien-Telefonat genießen durfte...)
Also deine Reiseberichte sind so lebendig, dass man sich richtig dort vorkommt, wenn man sie liest. Ich hab ja immer schon gesagt, dass an dir eine Literarin verloren gegangen ist... Und sie sind nicht nur lebendig, sondern auch lustig. Sheepsheepsheep...FingerFingerFinger... ;)
Freut mich, dass ihr eine schöne Zeit gehabt habts! Und ich glaub, ich werd dann meinen Flug im Mai doch noch umbuchen und nicht in Atlanta, sondern in Irland umsteigen... Ich bin von deinen Bildern nämlich seeehr begeistert! Speziell die Spongeberge und die grusligen Wälder, in denen man hartgekochte Eier und Käse essen kann, würden mich schon sehr reizen... Und natürlich die Strände, an denen man so schöne Spuren produziern kann... Also, ich komm dann im Mai, passt das? ;) Und dem Martin buchen wir einfach auch einen Flug, damit er auch kommen kann... ;)
So, jetzt sollt ich meine originellen Ideen wieder meiner Hausübung widmen... ;(
Auf alle Fälle - nicht traurig sein, weil der Clemens wieder weg ist - Weihnachten kommt schneller, als wir denken!
Bussi and a big hug from over the ocean!
Susanne

PS: Und mach dir keine Sorgen bezüglich Australienfigur - dann passma wenigstens zusammen, ich kämpfe auch schon heftige Schlachten, mal sehen, wer gewinnt - die Europa- oder Amerikafigur... ;)

 
At 1:40 am, Blogger MLJ said...

Hmmm ... also nachdem mir diagnostiziert worden ist dass ich (obwohl das glaub ich nicht stimmt, auch wenn ich mich nicht staendig auf die Wage stelle ;) )angeblich abgenommen (?!) hab in Australien (liegt wahrscheinlich am aktiven Herumfahren und -wandern), kann ich dir nur gratulieren zu einer "Australienfigur". Soll ja in meinen Augen heissen du hast abgenommen! ;)

Und cooler Reisebericht, wir tun uns einfach mal zusammen, gruenden ein Reisebuero und spezialisieren uns auf Amerika, Irland und good old down under, OK? ;) Da sind wir dann eh Spezialisten! :)

Lg!
Ein zur Zeit "examter" Martin

P.S.: Im Mai nach Irland? Kein Problem, muss dann nur schon mal anfangen Geld zu sparen! ;) Und das ist in meiner aktuellen Situation grad net allzu easy! *grinsi*

 

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